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Wie doppelte Inhalte erkannt werden

03.11.2008 (update 5 vom 10.06.2008)
Duplikate werden nicht nur von den Suchmaschinen ignoriert, sondern sind auch Gegenstand von Unterlassungsklagen und Schadensersatzansprüchen. Daher sollten der Webmaster doppelte Inhalte vermeiden.

Doppelter Inhalt auf Websites kann in zwei Arten gruppiert werden:
Duplikate innerhalb einer Website, die häufig sogar mehrfach (unbeabsichtigt) auf mehreren Seiten auftauchen.

Plagiate auf fremden Webseiten, also Inhalte einer Website auf anderen Seiten.

Dem ersten Fall kann durch Beachtung einiger Regeln des Webmaster Central Blogs abgeholfen werden.

- Doppelte Seiten, z.B. von Druckansichten, vor dem Googlebot mit einer DISALLOW-Anweisung in der robots.txt verstecken

- Seiten mit duplizierten Inhalten nicht in die Sitemap.xlm aufnehmen

- Mittels 301 Redirects in der .htaccess die Benutzer und den Googlebot von der alten Seite auf die neustrukturierte Seite umleiten.

- Beim Syndizieren in Feeds, Artikelverzeichnisse o.a. darauf achten, daß immer ein Backlink auf den Originaltext gesetzt wird. Google erkennt das Original durch die Kriterien "Veröffentlichungsdatum", "Autorität der Website", "Anzahl der Backlinks". Daher sind Lesezeichen immer auf die Originalartikel zu setzen und nicht auf die Artikelverzeichnisse. Ein zweiter Link sollte auf die Homepage gesetzt werden.

- Bei Mehrfachveröffentlichungen von Artikeln in mehreren Portalen können die Meta Tags
meta name="robots" content="NOINDEX, FOLLOW"
genutzt werden. Damit werden die Duplikate auf den weiteren Portalen nicht indiziert, nachdem diese schon auf einem "Mutter"-Portal veröffentlicht wurden.

Googel fordert übrigens explizite alle Nutzer auf, Websiten im Spamreport zu melden, die durch automatische Tools erstellt wurden.

- Wiederholung vorgefertigter Textstücken minimieren. Anstelle eines langen typisch amerikanischen Copyright-Textes, der in Deutschland nur an einer Stelle, z.B. im Impressum erforderlich ist, lediglich am Ende jeder Seite eine kurzer link auf die Copyrigthseite. Für die Indizierung ist es auch günstig, wenn am Fußende eine kurze Zusammenfassung der Seite steht.

Aber auch Wiederholungen bei Produkthinweisen, Versindbedingungen, Gewährleistung etc. können besser über Links als durch Textwiederholung eingebunden werden

- Keine wiederholte Baustellen-Seiten. Benutzer möchten keine „leeren“ Seiten und Google indiziert sie nicht.

- Bei Seiten mit Sammlungen von Images (Bilder, Grafiken etc.), muß jedes Bild durch das ALT-Tag mit einem Text versehen werden. Dadurch werden diese Seiten vom Bot indiziert und nicht als leere Seiten erkannt.

- Plagiate anzeigen. Bei den Chinesen ist eine Kopie eine große Ehre, denn man übernimmt den Inhalt von jemandem, der es besser ausdrücken kann, als man selber; der bessere ideen hat. Wenn es aber bei Webseiten-Plagianten zu schlimm wird, sollte sich er genegte Leser nicht scheuen, bei einer Urheberrechtsverletzung diesen Diebstahl geistigen Eigentums bei Google mit einem DCMA-Antrag (Digital Millennium Copyright Act) anzuzeigen.

Duplikate auf der eigenen Seite führen übrigens nicht zum Punktverlust im Index.
Doppelte Inhalte können allerdings dazu führen, daß die ganze Website in die Supplemental Results rutscht, falls verschiedene Links auf die unterschiedlichen Versionen einer Seite zeigen und dadurch einen niedrigeren PageRank verursachen.


Wie man Plagiate erkennt.
Es ist schon ärgerlich. Da hat man erhebliche Zeit in die Erstellung von
- Artikel
- Pressenotizen
- Forenbeiträge
- Blogbeiträge
- Social Bookmarks
investiert und dann sieht man plötzlich den gleichen Inhalt auf einer fremden Seite.
Wenn diese Seite dann auch noch älter ist, als die eigene Webseite wird man möglicherweise von Google ignoriert.

Das muß nicht sein!

Bekanntlich ist der erste Schritt einer Problemlösung die Problemidentifikation. Zum erkennen von Plagiaten gibt es mehrere Werkzeuge zur Plagiatssuche.

copyscape läuft 10 URLs lang kostenfrei und rasend schnell. Danach kostenpflichtig. Läuft bei einer URL-Umleitung über Anonymizer auf jedem Proxy 10 mal. Copyscape läuft perfekt bei der täglichen Suche nach Dubletten und Plagiaten. Damit sollte man jede Seite prüfen, bevor sie ins Netz gestellt wird..


docoloc ist kostenpflichtig und läuft langsam im Hintergrund. Die Ergebnisse kann man per eMail erhalten. Docoloc prüft auch hochgeladene Texte; ideal für Lehrer und Professoren.

plagaware läuft täglich zwei Suchen kostenlos nach Setzung des plagaware Banners auf die Website. Damit ist sogar die automatische regelmäßig erneute Plagiatssuche der ganzen Website z. B. wöchentlich kostenpflichtig möglich.

Der Duplicae Content Check von zwei Webseiten kann auch einfach mit dem obigen Werkzeug durchgeführt werden.

Duplikate Checker


unerwünschte Plagiate Texte und Fotos entfernen

Manche Webmaster ärgern sich nicht nur über Plagiate, sondern gehen dann mit Einstweiligen Verfügungen und Schadensersatzklagen gegen die angeblichen Plagiateuere vor. Seit geraumer Zeit wird die Jagd nach Plagiaten von einigen Rechtsanwälten sogar als Erwerbsquelle genutzt, denn ohne aufwendiges Verfahren kassieren sie immer die Rechtsalwaltsgebühren einer Abmahnung.

Werden die Plagiate gewerblich genutzt oder auf einer gewerblichen Website weitergeleitet, fallen Sie in den Anwendungsbereich des "Gesetz zur Verbesserung der Durchsetzung von Rechten des Geistigen Eigentums", das im September 2008 in Kraft treten wird. Dieses Gesetz erweitert das Urheberrechtsgesetz, das Patentgesetz, das Geschmacksmustergesetz, das Gebrauchsmusterschutzgesetz, das Halbleiterschutzgesetz, das Markengesetz und das Sortenschutzgesetz um die Regelungen zum "Auskunftsanspruch gegenüber Dritten". Danach können die Autoren von den Internetprovidern Auskunft über die IP-Adressen der Plagateuere verlangen. Der Schutz des Geistigen Eigentums wird dadurch erheblich gestärkt. So können etwa Schadensersatzansprüche ähnlich wie Lizenzen berechnet werden.

Es ist erfreulich, daß Google mit seiner Duplikatsuche hier den deutschen Gesetzgeber vorweggenommen hat.

Ein anderes Thema sind unerwünschte Fotos im Internet. Wer hier ein Bild von sich sieht hat gute Chancen auf Entfernung. Denn das Unternehmen Procomb entfernt kostenlos unrechtmäßige Fotos aus dem Internet.

Zusammenfassung
Die zwei Arten Doppelter Inhalte werden beschreiben und Wege zur Vermeidung von Duplikaten und Erkennung und Meldung von Plagiaten werden aufgezeigt. Ein weiterer Weg führt zum Rechtsanwalt, der Plagiate dann gerichtlich abmahnen und verbieten lassen kann.


Dr. Wolf Blass & Sabine Blass

Zusammenfassung

Die zwei Arten Doppelter Inhalte werden beschreiben und Wege zur Vermeidung von Duplikaten und Erkennung und Meldung von Plagiaten werden aufgezeigt. Ein weiterer Weg führt zum Rechtsanwalt, der Plagiate dann gerichtlich abmahnen und verbieten lassen kann.


Dr. Wolf Blass & Sabine Blass

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