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Was Suchmaschinenoptimierung kostet

06.02.2008
Wie bei Werbeangenturen üblich, machen auch die SEO-Anbieter ein großes Geheimnis um die SEO-Kosten. Dabei schafft Kostentransparenz sowohl Vertrauen bei den Kunden als auch den Mitarbeitern.

Wie kalkulieren SEOs ?

Häufig wird auch gefragt "Warum sind SEOs so teuer? Der Einzelhändler sieht die die Stundensätze seiner Verkäuferin und die Stundensätze der Vollakemiker. Er übersieht, daß er auch innerlich murrend die Stundensätze für den Steuerberater oder Rechsanwalt zahlt. Akademische Qualität hat eben ihren (Herstellung-) Preis.

Für die Suchmaschinenoptimierung von Webseiten und E-Shops werden mehrere Vergütungsmodelle angeboten: Stundensätze, Flatrate, AdWord-rates, Performance-Rates (Clicks, Ad-Clicks, Position, Turnover). Webseiten und E-Shops mit hohen Besucherzahlen werden eher die Stückzahl-Modelle präferieren, neue Seiten sinnvollerweise die Fixhonorare. Die aktuellen Branchensätze sind tabellarisch dargestellt.

Die aktuellen Branchensätze sind nachfolgend tabellarisch dargestellt, ersetzen aber kein individuelles Angebot.

Stundensätze

Von SEO-Agenturen werden feste Stundensätze bevorzugt, denn die Mitarbeiter wollen Monatsgehälter damit die Miete sicher gezahlt werden kann. Die Bruttogehälter der SEOs lagen im Jahre 2007 zwischen 3.000 und 8.000 € monatlich, die Hälfte verdiente unter 5.200€. Agenturen verkaufen diese Leistungen zu Stundensätzen mit einer Schwankungsbreite zwischen 90 und 1000 Euro pro Stunde, Tagessätze zwischen 500 und 15.000 Euro. Tagesschulungen für Einzelpersonen finden sich ab 650 Euro, für Gruppenschulungen beispielsweise für 15 Mitarbeiter werden 10.000 Euro verlangt.

Die großen Preisschwankungen resultieren aus unterschiedlicher Qualifikation der SEOs und der Unternehmensgröße. Einen Fachinformatiker bekommt man zu billigeren Stundensätzen als einen Promovierten und bei großen Agenturen muß eben der Overhead mitfinanziert werden. Wie kalkulieren SEOs die Stundensätze?

Zu bedenken ist dabei allerdings, das häufig die Leistung von 20 Stunden des Fachinformatikers (je 120€) vom Diplominformatiker (160€) in bereits 10 Stunden erbracht wird. Qualität zahlt sich auch hier aus und rechnet sich.

Vorteile
-
Investitionssicherheit für den Auftraggeber, denn der Auftragnehmer kann höchstens die angebotene Stundenzahl (+10%) berechnen.
- Der Auftrag ist mit gesetzlicher Kündigungsfrist jederzeit problemlos kündbar.
- Der Umfang der Dienstleistung ist genau festgelegt.
- Der Auftragnehmer kann auch nur für einige Stunden monatlich eingesetzt werden.

Nachteile
- Wieviel Stunden für eine Aufgabe benötigt werden, ist für den für den Auftraggeber nicht einfach zu prüfen.
- Auch der Auftragnehmer kann den Vertrag mit einer Frist von 3 Monaten kündigen.
- Schwächere Kundenbindung für den Auftragnehmer.
- Risiko des Auftraggebers, daß der Auftragnehmer bereits ausgebucht, wenn nicht genügend Stunden "vorbestellt" wurden.

Eignung
Besonders für große, langfristige Projekte

Flatrate

Suchmaschinenoptimierung bedeutet über lange Zeit fast tägliche Arbeit an der Webseite. Dafür werden häufig Monatspauschalen (Flatrates) vergütet, die sich an durchschnittlichen Stundensätzen orientieren. Kleine Seiten beginnen mit 500€ monatlich, an sehr große E-Shops arbeiten mehrere SEOs permanent für über 15.000€ monatlich.

Vorteile
-
Planungssicherheit für den Anbieter.
- Auch für kleinere Kunden bezahlbar, keine allzu hohen finanziellen Belastungen
- Preistransparentes Modell.
- Der Auftrag ist mit gesetzlicher Kündigungsfrist jederzeit problemlos kündbar.
- Die Zusammenarbeit und gegenseitiges Vertrauen kann schrittweise verbessert werden.

Nachteile
-
Bindung an einen Anbieter.
- Einsatz der SEO hängt von deren Auslastung ab.
- Auch der Auftragnehmer kann den Vertrag mit einer Frist von 3 Monaten kündigen.

Eignung
Besonders für kleinere Projekte, die mit einem Fixbetrag monatlich betreut werden sollen, z.B. zur Suchmaschinenoptimierung.

AdWord-rates

Für die Formulierung und Schaltung von Adword-Anzeigen werden üblicherweise die bekannte Agenturvergütung von 15 Prozent der Schaltungskosten gezahlt. Darin nicht enthalten ist freilich die zeitaufwendige Auswahl der relevanten Keywords, um die Besucher auf die Seiten zu bringen.

Vorteile
- Planungssicherheit für den Anbieter.
- Auch für kleinere Kunden bezahlbar, keine allzu hohen finanziellen Belastungen
- Kostenparentes Modell.
- Werkvertragsrecht.

Nachteile
-
Bindung an einen Anbieter.
- Schöne Anzeigen bringen nicht immer den gewünschten Verkaufserfolg.
- Auch der Auftragnehmer kann den Vertrag mit einer Frist von 3 Monaten kündigen.
- Bei kleinem Werbebudget ist diese Vergütungsform für die Agentur uninteressant.

Eignung
Für alle AdWord-Etats

Performance-Rates

Der Erfolg der SEO läßt sich an der Anzahl der Clicks auf eine Seite (Clicks), der Anzahl der Clicks durch Anzeigen (Ad-Clicks) der Suchmaschinenrangposition für einzelne Keywords (Position), der durch die Seite generierten Bestellmenge, dem Bestellwert oder dem erzielten Deckungsbeitrag messen.

Clicks
SEO soll neue und zusätzliche Internetznutzer motivieren, auf den Seiten-Link zu klicken, um sich weiter zu informieren. Solche Clicks werden häufig mit 5 Cent (bei hohen Etats) bis 10 Euro (bei schwieriger Akquisition) honoriert.

Ad-Clicks
Durch die geschickte Auswahl der Keywords werden die AdWords-Anzeigen nach der Eingabe bestimmer Begriffe oder ähnlicher Begriffe unter Ausschluß definierter Begriffe (z.B. Marken) angezeigt, die Internetnutzer als Suchbegriffe eingegeben haben. Als passendes Suchergebnis sollen durch die Tonalität der Anzeige die Internetznutzer motiviert werden, auf die Anzeige, d.h. den Seiten-Link zu klicken, um sich weiter zu informieren. Solche Clicks werden häufig mit 5 Cent (bei hohen Etats) bis 2 Euro (bei schwieriger Akquisition) honoriert.

Position
Durch SEO soll die Webseite für die Suchbegriffe auf eine möglichst vordere Suchmaschinenrangposition gebracht werden. Dabei werden Suchbegriffe auf Rang 1 ist in der Regel mit 30€ pro Tag honoriert, jeder Suchbegriff auf Rang 2 mit 10 Prozent weniger, also 27€, jeder Suchbegriff mit Rang 3 mit 20 Prozent weniger, also 24Euro , usw. vergütet.
Ab Position 11 wird nichts mehr gezahlt.

Backlinks
Links von themenverwandten Seiten mit hoher SERP sind heiß begehrt. Seitdem Google aber Linkfarmen nicht nur bei der SERP-Bildung ignoriert sondern Webseiten mit Backlinks aus Linkfarmen um 950 Rangplätze abgestraft werden, können Backlinks nur noch aufwendig über Linktausch, Artikel- und Presseportale, Blogs u.a. gewonnen werden. Auch der Eintrag in Verzeichnisse wird nicht mehr so hoch gewichtet wie vor Jahren. Häufig erhalten reine Linkverzeichnisse keine SERP mehr oder werden links aus diesen Linkverzeichnissen nicht mehr gewichtet.
Die Honorierung für Backlinks kann durch Stundenhonorare oder Stückpreise erfolgen. Je nach Schwierigkeit der Backlinkgenerierung für das Webseiten-Thema erfolgt die Honorierung, wobei auch eine Abstufung nach PageRank der Backlinks erfolgen kann.

Pressemeldungen, Blog- und Forenbeiträge, Texte
Für die Erstellung von Texten für Pressemeldungen, Beiträgen in Blogs und Foren, u.a. werden Zeilenhonorare oder Seitenhonorare gezahlt. Eine gute Orientierung über die Preise findet sich in der kompletten Auflistung der Bildhonorare und Texthonorare (Zeilenhonorare) der Deutschen Presseorgane bei mediafon.net

Bestellmenge /Leads / Interessenten
Die Honorierung erfolgt zu einem festen Betrag pro Kaufanfrage (Lead, Interessent) oder pro Verkauf oder Vertragsabschluß. Die Höhe des Einzelhonorars ist dabei stark abhängig vom Preis des Produkts oder der Dienstleistung und dem für den Verkauf erforderlichen Aufwand.

Bestellwert
Die Honorierung erfolgt zu einem Prozentsatz des Bestellwerts, denn SEOs haben keinen Einfluß auf die Auswahl der Artikel und die Lieferbereitschaft. Qualitätsbedingte Retouren können dem SEO auch nicht angelastet werden.

Im Versand-Einzelhandel sind 25% Marketingkosten die Regel. Rechnet man davon 10% für die Internet-Werbemittelkosten verbleiben 15% Bestellwert-abhängiges SEO-Honorar.
Bei großen Webseiten sinkt der SEO-Aufwand prozentual und damit auch der Honorarprozentsatz.

Abschlüsse
Bei Verlagen oder Versicherungen sind Neuabos bzw. Vertragsabschlüsse die Zielgröße. Mit zunehmender Schwierigkeit steigt die "Vertreterprovision". Aber auch schon für die Interessentengewinnung (Lead) wird gezahlt. Die Höhe der Einzelprovisionen hängt vom Produkt und der Umwandlungsquote vom Interessent zum Kunden (Sale) ab. Zwischen 0,30€ und 80€ pro Lead werden derzeit (2008) angeboten.

Lebenszeitprovision
Insbesondere von Versicherungen werden für die Sale-Vermittlung auch Lebenszeitprovisionen von ca. 10%-20% des Jahresbeitrages der Police angeboten. Da der Mittler keinen Einfluß auf die Churn-Prevention (Kündigungsverhinderung) hat, rechnet sich dieses Modell für die Versicherungen.

Deckungsbeitrag
Wird der SEO stärker in die unternehmerische Verantwortung der Kosten einbezogen, bietet sich die Honorierung in Anteilen des erwirtschafteten Deckungsbetrags an. Auch hier sind die Prozentsätze stark branchen- und produktabhängig.

Vorteile
-
Hohe Investitionssicherheit für den Auftraggeber.
- Der Auftraggeber muss vorab (fast) nichts für die Dienstleistung Suchmaschinenoptimierung bezahlen.
- Der SEO ist hochmotiviert, gute Ergebnisse zu erzielen, da er finanziell direkt von guter Arbeit profitiert. Davon profitiert auch der Auftraggeber.

Nachteile
- Kundenanfragen oder -Ausschreibungen mit performance-Honoraren sind häufig unseriös und/oder unrealistisch.
- Der SEO soll für neue Projekte ohne Startkapital das volle Vertriebs-Risiko übernehmen.
- Der SEO kann nur geringen Einfluss auf Geschäftsentscheidungen einnehmen.

Eignung
Performanzbasierte Honorare setzen absehbar erfolgreiche Geschäftsmodelle der Kunden voraus, denn der SEO muß seine Arbeitskraft investieren mit ungewissem Ausgang. Angestellte SEOs lassen sich darauf verständlicherweise nicht ein.

Je nach Modell gehen der Auftraggeber und SEO eine Quasipartnerschaft ein. Der SEO muß daher auch Einfluß auf Form und Gestaltung der Werbemittel, der Webseiten haben, denn letztlich wird daraus sein Honorar erzielt.

Preis pro Webseite

Gerade von unerfahrenen Auftraggebern kommen häufig Anfragen zu diesem Honorarmodell. Gerade wenn eine Webseite sher viele Unterseiten hat, erhoffen sich die Aujftraggeber dadurch einsparungen. Denn die Korrekturen können über Scripte automatisiert werden. Die Kosten für die Scripterstellung von hunderten Euros werden dabei gerne übersehen.

Vorteile
-
Planungssicherheit für den Anbieter.
- Kostenparentes Modell.
- Werkvertragsrecht.


Nachteile
- Seiten werden nur noch groß aber nicht suchmaschinengerecht gestaltet.
- ungeeignet für Linkkampagnen
- geeignet für on page Optimierung


Eignung
Für Projetke aller Größen

Branchübliche Kosten der Suchmaschinenoptimierung

Dienstleistung Kleine Seiten Günstig Mittelerer Preis High-End Angebote
Seitenanalyse Fehleranalyse 50 € 100 € 1.500 € 5.000+ €
On-Page-Optimierung 150 € 1.000 € 10.000 € 50.000+ €
Keyword Analyse 150 € 500 € 1000 € 2.000+ €
Linkkampagnen 150 € 500 € 5.000 € 20.000+ €
Tagestraining 650 € 750 € 2.000 € 8.000+ €
Texte und deren Verlinkung 500 € 1.000 € 5000 € 20.000+ €
Monatliche Flatrate 500 € 1.000 € 3.000 € 20.000+ €


Fazit zu den Honorarmodellen

Jedes Honorarmodell hat gewisse Vorteile aber auch nicht übersehbare Nachteile. Daher ist es zweckmäßig, für die verschiedenen Arbeiten an einer Webseite das jeweils passende Honorarmodell zu wählen und im Zusammenarbeitsvertrag zu dokumentieren.


Zusammenfassung
Verschiedene Honorarmodelle für SEO-Leistungen werden beschrieben, Vorteile und Nachteile aufgezeigt.

Dr. Wolf Blass

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